Lutherhaus

 

Das Lutherhaus (3 Gehminuten vom Brunnenkeller) ist eines der ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser Eisenachs. Es war lange Zeit im Besitz der Familie Cotta. Nach einer alten Überlieferung soll Martin Luther während seiner Eisenacher Schulzeit (1498 bis 1501) in diesem Haus gewohnt haben. Seit 1898 befand sich hier der "Lutherkeller", eine altdeutsche Gaststätte; die beiden Lutherstübchen konnten schon damals besichtigt werden. Nach Beseitigung der Bombenschäden des 2.Weltkrieges eröffnete die Thüringer Landeskirche 1956 in diesem Haus eine Luthergedenkstätte. In den Ausstellungsräumen soll den Besuchern Werdegang und Werk des großen deutschen Kirchenreformers verständlich gemacht werden . Schwerpunkte stellen dabei Luthers Bibelübersetzung sowie sein Einfluß auf Bildung und Erziehung des deutschen Volkes dar. Im Obergeschoß des Hause ist die Ausstellung des Evangelischen Pfarrhausarchivs zu sehen. Hier wird die Bedeutung des evangelischen Pfarrhauses für Wissenschaft und Kultur anhand von ausgewählten biografischen Beispielen veranschaulicht.


Unter dem Decknamen "Junker Jörg" verbrachte er nach dem Reichstag von 1521 zehn Monate auf der Wartburg und übersetzte dort das Neue Testament in nur zehn Wochen. In der Ausstellung wird der Besucher deshalb den Eisenacher Schüler Martin Luther ebenso kennenlernen wie den Bibelübersetzer, aber auch den Lehrer der Kirche und den einflußreichen Erzieher des deutschen Volkes.

Quelle: Lutherhaus