Der Stadtchronik ist zu entnehmen, daß der Brunnenkeller einer der wenigen erhaltenen Überreste, genauer gesagt die Fundamente des Westflügels des alten Stadtschlosses zu Eisenach ist, welches den Landgrafen als Residenz diente. Diese Residenz trug den Namen " Steinhof ".

Erstmals erwähnt wurde das Areal im Zusammenhang mit dem Bau, der sich gegenüber befindenden Georgenkirche, die Ludwig III. um 1190 vor seiner Residenz, dem "Steinhof" errichten ließ.



1742 wurde die alte Residenz abgetragen und später das neue Stadtschloß auf der gegenüberliegenden Seite des Marktes erbaut. Vom westlichen Seitenflügel der alten Residenz blieben die Kellergewölbe erhalten, die weiterhin als Schloßbrauerei genutzt wurden und heute den "Brunnenkeller" beherbergen. 1823 erhielt der Stadtrat die Erlaubnis, auf jenem Grundbau die erste Bürgerschule Eisenachs zu errichten. Sie wurde am 3.September 1825 eingeweiht. Das Gebäude thront noch heute auf den geschichtsträchtigen Mauern des "Brunnenkellers".